Neuwahl und Vogelschießen

Die Machtergreifung der Nationalsozialisten in den dreißiger Jahren zog erhebliche Veränderungen im Vereinsleben nach sich, den von der Gleichschaltung aller Vereine blieb auch der SV Adelheide nicht verschont. Rückblickend läßt sich dies vor allem am Sprachgebrauch der damaligen Protokolle ablesen. Johann Ellinghausen, der das Amt des 1. Vorsitzenden am 4.12.1937 von Friedrich Schütte übernahm, trug von jetzt an den Titel des Vereinsführers, der restliche Vorstand mit Schriftführer, Kassenwart, Leutnant etc. hieß Beirat und der Posten eines sogenannten Dienstwarts wurde neu geschaffen. Im März 1938 wurde die Einheitssatzung des Deutschen Schützenbundes, Gau Nordsee, angenommen und ab 1939 gehörte der Verein laut Gliederung des Schützenbundes dem Unterkreis Delmenhorst an.
Neben diesen eher formellen Neuerungen gab es zu dieser Zeit jedoch auch handfeste Veränderungen im Vereinsleben. Hermann Hoffrogge erbaute einen neuen Schießstand, der am 25.7.1937 feierlich eingeweiht wurde, und mit der Gründung eines Jungschützenvereins wurde die Jugendarbeit erstmals organisiert. Außerdem kam das vereinsinterne Vogelschießen im gleichen Jahr erstmals zur Austragung, das noch heute seinen festen Platz im Kalender hat.
Auf dem 40. Jubiläum 1938 wurden insgesamt 90 Jubilare geehrt, unter ihnen die 17 noch lebenden Gründungsmitglieder des Vereins. Eine Verdienstmedaille für langjährige Vorstandsarbeit erhielt der ehemalige Vorsitzende Schütte sowie 6 weitere Vorstandsmitglieder. Mit Beginn des II. Weltkriegs rückte das Vereinsleben immer mehr in den Hintergrund, und am 16.5.1942 fand die letzte Mitgliederversammlung in Adelheide statt. Danach ruhten sämtliche Aktivitäten, es fanden keine Schützenfeste und keine Übungsschießen mehr statt.

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